Reinhold Meyer und die Gegenwelt der verfemten Kunst.
Vom Hamburger Jungfernstieg nach Worpswede und zurück.
Vortrag von Angela Bottin (Hamburg)
Reinhold Meyer (1920 - 1944), Juniorchef der Hamburger Buchhandlung der Agentur des Rauhen Hauses, setzte ab 1942 mit seinem Vater, Johannes Paul Meyer, Zeichen einer humanen Gegenwelt mitten im Krieg. In Verkaufsausstellungen gaben sie zeitgenössischen, darunter verfemten Künstlern wie Friedrich Karl Gotsch, neue Sichtbarkeit. Der junge Mann traf dabei im Künstlerdorf Worpswede auf verborgene Kreise der Ermutigung und Hilfe.
Angela Bottin, Hamburg, studierte Rechtswissenschaft in Freiburg im Breisgau. Schon während ihres Studiums entwickelten sich Forschungsinteressen zu Fragen von Widerstand und Emigration während des Nationalsozialismus. Persönliche Begegnungen mit Zeitzeugen führten insbesondere zu biografischen Recherchen. Sie widmete sich umfangreichen zeitgeschichtlichen Forschungen im In- und Ausland mit einem Schwerpunkt zur komplexen Widerstands- und Verfolgungsgeschichte der „Weißen Rose“. Die Ergebnisse sind eingeflossen in Veröffentlichungen, Ausstellungen und Vorträge.
Eintritt: 10 € (regulär) bzw. 8 € (ermäßigt für Mitglieder)
Reinhold Meyer mit Eltern, Foto: © Gedenkstätte Deutscher Widerstand