Große Kunstschau
Impuls Paula
Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker
Respekt!
7. 2. bis 1. 11. 2026
Paula Modersohn-Becker malte häufig Frauen aus bäuerlichen Verhältnissen oder aus dem Armenhaus in Worpswede. Ihre Werke zeigen die intensive Auseinandersetzung mit dieser Situation. Man spürt zugleich Nähe, aber auch Distanz, man sieht Anteilnahme, aber auch Beobachtung. Die junge Malerin war sich des sozialen Gefälles zu ihren Modellen bewusst und äußerte darüber auch ihr Unbehagen.
Die Ausstellung stellt Paula Modersohn-Beckers eindrucksvollen Halbakt einer sitzenden Bäuerin in den Mittelpunkt und fragt nach eben dieser Auseinandersetzung. Wie verhalten sich eigentlich Künstlerinnen und Künstler zu den Menschen, die sie porträtieren? Welche Haltungen spiegeln sich in den Darstellungen, damals wie heute?
Seit dem Porträt der Bäuerin hat sich der künstlerische Blick auf soziale Rollen, auf Machtgefüge und auch auf das Verhältnis des Menschen zur Natur verändert. Die Ausstellung macht diese Wandlungen auf spannende Weise sichtbar – und sogar hörbar.
Anahita Razmi
Stipendiatin des Museumsverbundes und der Künstler:innenhäuser
www.anahitarazmi.de
-> Übersichtsseite Außeninstallation
-> Texte zur Videoinstallation (DE)
-> Texte zur Videoinstallation (EN)
-> Anahita im Gespräch mit Philine Griem (DE)
-> Say the Right Thing: Anahita Razmis Wortersetzung - von Sandra Skurvida (PDF - de/en)
Paula Modersohn-Becker, Weiblicher Halbakt, um 1900
Cihan Cakmak, aus der Serie When we leave, 2019
Lucila Pacheco Dehne, Companion, 2021
Große Kunstschau
Die Sammlungspräsentation
Kunstgenuss im Herzen des Künstlerdorfs
Die Künstlerinnen und Künstler der ersten Generation in Worpswede waren alle gleichermaßen fasziniert von der einzigartigen Weite des Teufelsmoores, vom eigentümlichen Wechselspiel hellen Leuchtens und magischen Dunkels in Himmel und Erde, in und über den Wassern, bei Tag und bei Nacht, das in Fritz Mackensens „Torfkähne auf der Hamme“, Hans am Endes „Weites Land“ und Carl Vinnens „Mondnacht“ zum Ausdruck kommt. Paula Modersohn-Becker beschrieb diese Landschaft als „Wunderland“, erfüllt von „Stimmung bis in die kleinste Fingerspitze“. Durch die wechselnde Hängung der Werke erleben die Besucher die Vielfalt und Tiefe unserer Sammlung kontinuierlich aufs Neue.
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