Große Kunstschau

Impuls Paula

Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker

Respekt!

7. 2. bis 1. 11. 2026

Paula Modersohn-Becker malte häufig Frauen aus bäuerlichen Verhältnissen oder aus dem Armenhaus in Worpswede. Ihre Werke zeigen die intensive Auseinandersetzung mit dieser Situation. Man spürt zugleich Nähe, aber auch Distanz, man sieht Anteilnahme, aber auch Beobachtung. Die junge Malerin war sich des sozialen Gefälles zu ihren Modellen bewusst und äußerte darüber auch ihr Unbehagen.

Die Ausstellung stellt Paula Modersohn-Beckers eindrucksvollen Halbakt einer sitzenden Bäuerin in den Mittelpunkt und fragt nach eben dieser Auseinandersetzung. Wie verhalten sich eigentlich Künstlerinnen und Künstler zu den Menschen, die sie porträtieren? Welche Haltungen spiegeln sich in den Darstellungen, damals wie heute?

Seit dem Porträt der Bäuerin hat sich der künstlerische Blick auf soziale Rollen, auf Machtgefüge und auch auf das Verhältnis des Menschen zur Natur verändert. Die Ausstellung macht diese Wandlungen auf spannende Weise sichtbar – und sogar hörbar.

Gegenwartskünstler*innen in der Ausstellung

Anna Bart - https://www.instagram.com/annaaabart

Annemirl Bauer

Monica Bonvicini - https://monicabonvicini.net

Anna und Bernhard Blume

Cihan Çakmak - https://www.cihancakmak.com

Ulrich Conrad

Lucila Pacheco Dehne - https://lucilapachecodehne.com

Lisa Domin - www.lisadomin.com

Jeanne Faust

Simone Haack - https://www.simone-haack.com

Regina Hennen

Heini Linkshänder - https://www.heini-linkshaender.de

Wiebke Mertens - https://www.wiebkemertens.com

Frauke Migge 

Pit Morell - https://www.pitmorell.de

Orlan - https://www.orlan.eu/en

Gabriela Oberkofler - https://gabrielaoberkofler.de

Christine Prinz

Anahita Razmi - https://anahitarazmi.de

Cordula Schmidt

Ngozi Ajah Schommers - https://www.instagram.com/ngozischommers

Marina Schulze

Sibylle Springer - https://sibyllespringer.com

Marie S. Ueltzen - https://marie-ueltzen.de

Jost Wischnewski - https://www.jost-wischnewski.de

Historische Künstler in der Ausstellung

Bernhard Hoetger, Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Fritz Overbeck, Ottilie Reylaender, Clara Rilke-Westhoff, Carl Vinnen, Heinrich Vogeler

Zeitweilig ausgestellte Künstler*innen

Marion Bösen - https://www.instagram.com/bosenmarion/

Claudia Piepenbrock - https://www.claudia-piepenbrock.de

Timm Ulrichs, Martina Werner

Foto: © Pia Pollmanns

MEGALOPHONIA

Videoinstallation – bis 5. Juli in der Rotunde der Großen Kunstschau Worpswede

Wacht auf! Steht auf!«: Am 5. März schallten aus vier Fenstern rund um dem Bremer Marktplatz vier Stimmen und unzählige Worte feministischer Manifeste. Aus der Performance entstand in den letzten Monaten eine eigenständige Video-Installation, mit der die Künstlerin Elianna Renner emanzipatorische Initiativen und Frauennetzwerke der letzten 150 Jahre akustisch, visuell und inhaltlich miteinander verschränkt. Feministische Manifeste, Streitschriften und theoretische Texte sind die Grundlage für diese vielschichtige Soundcollage aus 100 Zitaten unterschiedlicher Zeiten, Regionen und Kontexte. Das Ergebnis: Eine künstlerische Untersuchung, die sich bewusst dem Dialog widmet und sich in ihrer Vielstimmigkeit auch dem Widerspruch öffnet.

 

Die Video-Installation wird anlässlich 100 Jahre GEDOK in verschiedenen Kunstorten deutschlandweit gezeigt und feiert in der Großen Kunstschau im Rahmen der Ausstellung »Impuls Paula« Premiere. Sie wird dort bis einschließlich Sonntag, den 05. Juli 2026 zu sehen sein.

Booklet zur Installation >

Sonderausstellung: ›Impuls Paula - Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker‹

Hans am Ende, Weites Land

Große Kunstschau

Die Sammlungspräsentation

Kunstgenuss im Herzen des Künstlerdorfs


Die Künstlerinnen und Künstler der ersten Generation in Worpswede waren alle gleichermaßen fasziniert von der einzigartigen Weite des Teufelsmoores, vom eigentümlichen Wechselspiel hellen Leuchtens und magischen Dunkels in Himmel und Erde, in und über den Wassern, bei Tag und bei Nacht, das in Fritz Mackensens „Torfkähne auf der Hamme“, Hans am Endes „Weites Land“ und Carl Vinnens „Mondnacht“ zum Ausdruck kommt. Paula Modersohn-Becker beschrieb diese Landschaft als „Wunderland“, erfüllt von „Stimmung bis in die kleinste Fingerspitze“. Durch die wechselnde Hängung der Werke erleben die Besucher die Vielfalt und Tiefe unserer Sammlung kontinuierlich aufs Neue.

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