Impulsgeber Hoetger? – Ausstellungssektion Worpsweder Kunsthalle

Der Universalkünstler Bernhard Hoetger, der den Künstlerort Worpswede in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat, ist vor allem durch seine Bauten präsent. Auch als Bildhauer war er schon zu seiner Pariser Zeit um 1900 ein erfolgreicher Künstler, bevor er sich ab 1914 – nach einem großen Auftrag in Darmstadt – in der damals von Landschaftsmalern dominierten Künstlerkolonie niederließ. Jedoch arbeitete er nicht nur als Bildhauer, sondern war auch in der Malerei aktiv, auch wenn dieser Aspekt seines Werks der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Die Worpsweder Kunsthalle widmet sich dieser weniger beachteten Facette seines künstlerischen Schaffens und untersucht im Vergleich zu Gemälden seiner Zeitgenossen und Freunde, wie Willy Dammasch, Albert Schiestl-Arding, Bram van Velde und Alfred Kollmar, die Entwicklung der expressionistischen Malerei in den Anfängen der 1920er Jahre in Worpswede. Thematische Schwerpunkte bilden einerseits Landschaftsdarstellungen, aber auch Bildnisse und Blumenstillleben, die in dieser Zeit vielfach das malerische OEuvre Hoetgers und seines künstlerischen Umfeldes bestimmten.

Bernhard Hoetger, Worpsweder Landschaft, 1924/24, Öl auf Leinwand, Privatbesitz,© Kunsthaus Lempertz, Foto: © Fuis Photografie, Köln
Förderer Worpsweder Museumsverbund e. V.