1945: Stunde Null – Neubeginn und Wege in die Moderne

Das nationalsozialistische Regime hat die Welt in einen Krieg gestürzt, an dessen Ende die Kapitulation Deutschlands und die Frage nach der moralischen Verantwortung von Tätern und Mitläufern stehen.

Auch Worpswede, das als »niederdeutsches Musterdorf« eine Rolle in der NS-Kulturpolitik gespielt hat, muss sich dieser Frage stellen.

Die Ausstellungssektion beginnt mit einer Bestandsaufnahme der Worpsweder Situation im Jahr 1945. Sie beschreibt die NS-Planungen für Worpswede und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie auf den Ort. Die Kunst der »Alten Worpsweder« wurde von den Nationalsozialisten für ihre »völkische Kunstauffassung« vereinnahmt; deren Verbreitung wurde auch durch einige Worpsweder Künstler aktiv vorangetrieben.

Dennoch gelingt Worpswede nach 1945 ein künstlerischer Neubeginn im Zeichen der Moderne, der eine Öffnung zur Welt und eine zweite Blütezeit des Künstlerdorfs in den Fünfziger und Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts einleitet.

Mythos und Moderne - 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede
Die Große Sommerausstellung
Nur noch bis zum 14.9.2014

Worpsweder Kunsthalle
Ausstellung: "1945: Stunde Null – Neubeginn und Wege in die Moderne"
Bergstraße 17 · Tel. 0 47 92 - 12 77
täglich 10 – 18 Uhr

Bild: Richard Oelze, Selbstbildnis vor Landschaft, um 1947-48, Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel

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