Schwarze Spiegelungen. Licht und Schatten in der Sehnsuchtslandschaft

Paula Modersohn-Becker selbst hatte diese Landschaft als »Wunderland « bezeichnet, voller »Stimmung bis in die kleinste Fingerspitze«. Schon die Künstler*innen der ersten Generation schwärmten vom eigentümlichen Wechselspiel hellen Leuchtens und magischen Dunkels in Himmel und Erde, in und über den Wassern, bei Tag und bei Nacht, das in Fritz Mackensens Torfkähne auf der Hamme, Hans am Endes Weites Land und Carl Vinnens Mondnacht zum Ausdruck kommt.

In dieser Landschaft wuchs auch die Sehnsucht nach einer Gemeinschaft unter Künstler*innen und mit den Menschen vor Ort. Dieser Sehnsucht folgten viele Künstler*innen, eben auch Bernhard Hoetger. So richtet sich der Blick zugleich auf die Licht- und Schattenseiten im menschlichen Miteinander, wie sie in Mackensens Gemälde Trauernde Familie, Modersohn-Beckers Worpsweder Schützenfest oder Heinrich Vogelers Sommerabend dargestellt sind.
 

»Es wurde mir in den Jahren immer klarer, dass eine Landschaft, in deren Luft eine Kunst wie die der Paula Modersohn groß werden konnte, auch für mein Schaffen die rechte Atmosphäre sein müsse.«»Es wurde mir in den Jahren immer klarer, dass eine Landschaft, in deren Luft eine Kunst wie die der Paula Modersohn groß werden konnte, auch für mein Schaffen die rechte Atmosphäre sein müsse.« So Bernhard Hoetger über seinen Entschluss, sich in Worpswede niederzulassen und in den Künstlerkosmos des Ortes einzutreten.

Ausstellungsimpressionen Foto ©: Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Ausstellungsimpressionen Foto ©: Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Ausstellungsimpressionen Foto ©: Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert), 1905, Öl auf Leinwand, Land Niedersachsen, Kulturstiftung Landkreis Osterholz, Worpswede Foto ©: Worpsweder Museumsverbund/Mythos und Moderne
Förderer Worpsweder Museumsverbund e. V.