Bernhard Hoetger und die Expressiven

Große Kunstschau
19. Juni bis 23. Oktober 2016

Der Universalkünstler Bernhard Hoetger (1874 – 1949) zählt in Worpswede zu den prä-genden Künstlern der zwanziger Jahre – seine Bauten bestimmen bis heute das Ortsbild. Und auch die zweite malerische Blüte der Künstlerkolonie ist eng mit ihm verbunden: Künstler wie Bram van Velde, Willy Dammasch, Alfred Kollmar, Albert Schiestl-Arding und Otto Tetjus Tügel werden von Hoetger angezogen und schaffen in nur wenigen Jahren einen heute kaum bekannten expressiven Kunstkosmos.

Zeitgleich begibt sich Hoetger auf eine ideologisch riskante Suche nach einer neuen Welt. Aus den Versatzstücken der Weltkulturen konstruiert er nach und nach eine völkisch und pseudoreligiös gefärbte Weltsicht, die 1930/31 mit dem Bau des Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße ihren Höhepunkt findet.

Die Ausstellung stellt Hoetger als Architekten, Bildhauer und Maler vor und lässt den Besucher erstmalig auch in seine Ideen- und Gedankenwelt eintauchen. Parallel dazu zeigt die Große Kunstschau in der Rotunde ein Panorama der expressiven Worpsweder Maler.

Ergänzt wird die Ausstellung in Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede durch aktuelle Arbeiten der zeitgenössischen israelischen Künstlerin Karen Russo, die sich intensiv mit Bernhard Hoetgers Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße auseinandergesetzt hat.


Ausstellungseröffnung: So, 19. Juni 2016, 11:30 Uhr.



Abbildung: Bernhard Hoetger, Bildnis der Tänzerin Sent M‘Ahesa, 1917, Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016.

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