Otto Modersohn

Friedrich Wilhelm Otto Modersohn (* 22. Februar 1865 in Soest, Westfalen; † 10. März 1943 in Rotenburg (Wümme)) gehört zu den ersten und beständigsten Malern in Worpswede. 1884 begann er an der Kunstakademie Düsseldorf zu studieren, 1888 wechselte er zur Kunstakademie Karlsruhe.
Im Juli 1889 traf er sich mit Fritz Mackensen und Hans am Ende in Worpswede, wo sie die Künstlerkolonie Worpswede gründeten.
1897 heiratete er Helene Schröder, die ihm 1898 eine Tochter (Elsbeth, † 1984) gebar. 1899 verließ Modersohn die Künstlervereinigung. Seine Frau starb 1900, aber schon ein Jahr später heiratete er die Malerin Paula Becker.
Nach vorübergehender Trennung kehrten sie 1907 zusammen nach Worpswede zurück, wo im selben Jahr ihre Tochter Mathilde („Tille“) geboren wurde. Paula Modersohn-Becker starb kurz nach der Geburt an einer Embolie.
Seine stimmungsvollen Landschaftsschilderungen, denen ein romantisches Naturgefühl zugrunde liegt, sind bereits vor der Jahrhundertwende zu einem Inbegriff der Worpsweder Malerei geworden.
1908 zog Modersohn ins benachbarte Fischerhude und heiratete 1909 seine dritte Frau, Louise Breling, mit der er zwei Söhne hatte (Ulrich, *1913 † 1943 und Christian, *1916 † 2009).