Bernhard Hoetger

Bernhard Hoetger (*4. Mai 1874 in Hörde, †18. Juli 1949 in Interlaken, Schweiz) war als  Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker ein bedeutender Vertreter des Expressionismus. Hoetger absolvierte 1888–1892 eine Bildhauerlehre in Detmold und wurde in der Folge  Leiter einer Kunsttischlerei. Nach einem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf ging Hoetger nach Paris. Dort lernte er Roding und auch Paula Modersohn-Becker kennen, die ihn 1914 nach Worpswede brachte.Hier begann seine Freundschaft mit dem Bremer Kaffeekaufmann  Ludwig Roselius für den er von 1925-1927 das Kaffee Worpswede und die Große Kunstschau entwarf. Schon 1922 entstand in Worpswede der Niedersachsenstein, ein expressionistisches Ziegelmonument für die Toten des Ersten Weltkrieges. Roselius übertrug dem architektonischen Autodidakten Hoetger auch die Neugestaltung der von ihm erworbenen Bremer Böttcherstraße, die 1931 vollendet war. Hoetger sympathisierte wie sein Mäzen Ludwig Roselius mit dem Nationalsozialismus und wurde Parteimitglied. Er versuchte, die Partei für seine Kunst zu gewinnen, was aber nicht gelang, da diese die von ihm verfolgte völkisch-nordische Ideenwelt ablehnte. Daher galt sein Werk seit der entsprechenden Rede Hitlers auf dem Nürnberger Reichsparteitag 1936 als entartet. Hoetger wurde aus der Partei ausgeschlossen. Er war zunächst ab 1934 in Berlin tätig und wurde 1946 in der Schweiz ansässig, wo er 1949 starb.