Henk Helmantel

Werkschau zum 70. Geburtstag des niederländischen Stilllebenmalers
8. Februar bis 14. Juni 2015

»Ein kleiner Napf aus Holz oder ein einfaches emailliertes Döschen kann mich genauso tief anrühren wie ein kostbares Objekt«, sagt der niederländische Maler Henk Helmantel (geb. 1945). In seinen Gemälden zeigt er alltägliche Gebrauchsgegenstände, die er mit seiner auf das Wesentliche konzentrierten Malweise zu Kostbarkeiten werden lässt.

Die Bilder ziehen den Betrachter in den Bann und berühren ihn. Komposition, Farbwahl und Technik zeugen von der intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit ausgewählten Themen der niederländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts. Dazu gehören Gemälde mit nur wenigen Gegenständen sowie das Interieur- und das Architekturbild. Die dort geschilderte sinnliche Fülle reduziert Helmantel auf sehr wenige Elemente. In einigen ist für den Kenner noch eine christliche Symbolik spürbar, vergleichbar mit den so motivierten Werken der Blütezeit im Goldenen Zeitalter der niederländischen Kunst.

Im Abstand von einigen Jahren entstehen Selbstbildnisse als Brustbild im klassischen Habitus eines Malers, in denen der Künstler den Betrachter direkt ansieht. In altmeisterlicher Manier gibt er sich natürlich wieder. Neben zahlreichen Bildern aus Helmantels Œuvre zeigt die Ausstellung einen kleinen Einblick in die umfangreiche Kunstsammlung des Malers geplant, darunter einige der gemalten Objekte im Original.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher und reich bebilderter, dreisprachiger Katalog.

Abbildung: Henk Helmantel, Stilleven met grote roemer en kwepeeren [Stillleben mit großem Weinglas und Quitten] (Ausschnitt), 2011, Privatsammlung.

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