Theatersommer

„Der Barkenhoff Worpswede - wenn es diesen wildromantischen Platz nicht schon gäbe, müsste er doch einfach erfunden werden.“
Sonntagsjournal, 09. Juli 2006

Im Vorfeld des Gemeinschaftsprojektes „Rilke. Worpswede“ 2003  hatte Beate C. Arnold, Wissenschaftliche Leiterin der Barkenhoff-Stiftung Worpswede, die Idee, an die Gartenaufführungen Vogelers anzuknüpfen. Gemeinsam mit der Cosmos Factory Theaterproduktion, einem professionellen freien Theater, wurde die Konzeption für ein Theaterstück entwickelt, das die Tradition der Gartenaufführungen Vogelers aufgreift und in die Gegenwart projiziert: der THEATERSOMMER AUF DEM BARKENHOFF WORPSWEDE war geboren. Die begeisterte Aufnahme der ersten Theatersommer-Produktion RILKE 1903 ließ an eine Fortsetzung denken.

Seitdem zeigte die Cosmos Factory sieben Mal im Sommer einen Monat lang eine eigens für das Gelände rund um den Teich des Barkenhoff erarbeitete Produktion, die Worpsweder Themen aufgreift.

Die besondere Qualität der Theatersommer-Projekte gründet in der Arbeitsweise der Cosmos Factory: die Stückentwicklung beginnt stets mit einem eingehenden Quellenstudium. Nach intensiver Recherche (in Archiven und Nachlässen, Interviews mit Zeitzeugen) werden die Stücke dann auf der Basis von umfassenden Originaldokumenten entwickelt, um eine größtmögliche Authentizität zu gewährleisten.
Aber auch wenn die Inszenierungen in ihren biografischen Anklängen und historischen Bezügen stimmig sind - die Theatersommer-Projekte sind kein „Dokumentationstheater“, sondern erschaffen inhaltlich und ästhetisch eigene künstlerische Welten.

Die einmalige Synthese von wissenschaftlicher, in der Geschichte des Ortes begründeter Quellenarbeit, die Umsetzung der Recherche-Ergebnisse in ästhetisch wegweisendes zeitgenössisches Theater und das Inszenieren aus der Landschaft heraus / in die Landschaft hinein macht den besonderen Reiz der Theatersommer-Produktionen aus, der von allen Besuchern geschätzt wird.